Reise Oktober 2011

Keith Goddards Nachlass

Nach dem Workshop am 3. 11. hatte ich das erste mal Zeit Klaus bei der Arbeit in Keith ehemaligen Arbeitszimmer zu helfen. Klaus hätte gern mehr Zeit mit dem Studium der hinterlassenen Notenblätter und Notizbücher verbracht. Wir mussten aber zuerst sehr viel sortieren und schlichten also ist diese Arbeit etwas zu kurz gekommen. Es konnte aber sichergestellt werden dass nichts verloren geht und die gefunden Tonbänder und Kasetten können nach Österreich zum digitalisieren gebracht werden.

Diskussionen über freier Software

Um 10 Vormittag startete (relativ pünktlich) die Diskussionveranstaltung zu Freie Software im Kunst- und Kulturumfeld. Leider waren nur 3 Gäste anwesend. Der ursprüngliche Plan des Vortrags hatte sich schon in der Vorbereitung etwas verändert. Die Andwesenden vom Pamberi Trust waren vor allem an unseren Erfahrungen mit der Verbreitung von Freier Software interessiert. So wurde aus einem Workshop eine angeregte Diskussion über Linux User Groups das Konzept der Linuxwochen und Installparties.
Obwohl so wenig Teilnehmer (leider ging die einzige Frau die auftauchte kurz

Der Regen ist endlich hier

Bis zu dem Zeitpunkt gab es zwar einige Gewitter und Regenschauer aber der richtige Regen begann erst am Mittwoch Abend. Nach der Hitze der Tage zuvor eine Erlösung. Der erste Programmpunkt war eine Einladung zum Mittagessen durch die österreichische Botschafterin und ich nutzte die Gelegenheit mir einen freien Vormittag zu vergönnen. Wir hatten allerdings keine Gelegenheit die Residenz zu besuchen da diese kein Wasser hatte und wurden daher von ihr in ein Lokal eingeladen.

Das Haus meines Gastgebers

Das Haus meines Gastgebers

Rainer war so freundlich und hat mir erlaubt ein Foto seines Hauses zu posten. Ich bin also recht schick untergebracht hier in Harare (und Rainer kümmert sich ausserordentlich gut um uns). Umgerechnet in Kaufkraft ist es natürlich etwas anderes, aber in Cash ist die monatliche Miete in etwa gleich wie die unserer WG.

Aufarbeitung Binga weitgehend abgeschlossen

Den Dienstag verbrachte ich ebenfalls weitgehend im Book Cafe. Die meisten Notizen aus Binga wurden sortiert und aufgearbeitet. Um die Vorbereitungen für den nächsten Besuch besser organisieren zu können habe ich im Linzer Funkfeuer Wiki einige Seiten dazu angelegt: https://wiki.linz.funkfeuer.at/funkfeuer/TongaOnline. Zur Zeit sind die Seiten nur ein Gerüst in das meine lieben LeserInnen aber gerne Links, Hinweise etc. eintragen dürfen :)

Wieder im Book Cafe

Ich sitze gerade wieder im Book Cafe und freue mich hier arbeiten zu können. Klaus landete gestern in Harare und brachte unter anderem einen Ersatz für die kaputte Harddisk in Binga mit. Ich konnte sie heute Bongo übergeben und sie ist schon am Weg nach Bulawayo. Wenn alles gut geht wird sie Binga noch erreichen solange ich in Zim weile, so könnte ich telefonischen Support beim Einbinden des frischen Ubuntu Mirrors in die Infrastruktur des PAP geben.

Endlich etwas rasten

Die letzten Tage waren doch recht anstrengend und ich war froh einen Tag rasten zu können. So genoss ich die luxuriöse Ausstattung des Hauses (Waschmaschine!) und verbrachte den angenehm kühlen Tag (kaum über 30°C) im Schatten der Bäume liegend.

Wieder ein Tag auf der Strasse

Der Tag begann mit einer sehr angenehmen Überraschung. Clement wurde vom Nachtächter angerufen und ist extra früh ins Tusimpe gekommen. So konnte ich nicht nur meine Rechnung selbst begleichen sondern auch noch gemütlich einen Kaffee mit ihm geniessen bis ich abgeholt wurde.

Taka und ihr Fahrer wollten am Weg noch einige Besorgungen machen und so hatten wir sowohl Feuerholz als auch Hühner geladen bevor wir Siabuwa erreichten. Es schmerzte mich schon als ich beim Verladen des Feuerholz bemerkte dass hier Teakholz verheizt wird.

Abschlussbemerkung zu Binga

Nach den letzten Blogeinträgen kann der Eindruck entstehen dass in Binga einiges im Argen liegt. Das ist zwar nicht unrichtig, es ist aber besser als ich befürchtete.

  • Der PAP funktionierte die Ganze Zeit hindurch und wurde laut Akim auch rege genutzt. Damit hatte ich eigentlich nicht gerechnet.
  • Zumindest eine Schule schaffte es ein funktionierendes Netzwerk aufzubauen und zumindest 2 weitere haben schon Verkabelung. Eine geringe Ausbeute, aber immerhin etwas.

Teakwood for Kitchen Fires

Teakwood for Kitchen Fires

Um 2$ wurde hier Teakholz gekauft. Letztendlich wird es für die Kochfeuer der projectaid mitarbeiterInnen verwendet werden.

Hühnerverkauf

Hühnerverkauf

Die Hühner die hier zum Verkauf angeboten werden sind alle noch lebendig. In der Hitze eigentlich eine sehr vernünftige Vorgehnsweise... nicht nett für die Hendln allerdings. 2 davon landen hinten beim Feuerholz.

Computerraum in Siabuwa

Computerraum in Siabuwa

Der Computerraum der Siabuwa Secundary School wird von der Solaranlage die im Mai eröffnet wurde gespeist. Die Rechner funktionieren alle und die Solaranlage funktioniert bisher anstandslos.

Die Übergabe des Public Access Point

Der Tag beginnt mit einem Gewitter und der Donner weckte mich um halb 6. Nachdem ich schon wach war beschloss ich um 6 in die Küche zu gehen um Kaffee zu machen. Eine sehr gute Idee wie sich herausstellte, den kurz darauf fiel der Strom aus. Als Fresh mich in der Bibliothek ablieferte war dort der Generator schon in Betrieb. Leider war nicht ausreichend Kabel verfügbar um die PA für die Function und den PAP zu betreiben.

Letzte Erledigungen in Binga

Die Function dauerte viel zu lange und meine Liste an noch zu erledigenden Dingen war noch lang. Die Leute von Projectaid waren bereit mich nach Harare mitzunehmen und wollten am 28. um 5 in der Früh aufbrechen. Im Laufe der Woche versuchte ich mehrmals jemanden von Basilwizi dazu zu bringen eine Transportmöglichkeit für Samstag den 29. aufzustellen um einen zusätzlichen Tag in Binga zu gewinnen. Nachdem sich hier nichts bewegte war dies mein letzter Tag in Binga.

Computer Unterricht

Computer Unterricht

So sieht Unterricht am Computer in Zim aus. 5 bis 10 SchülerInnen sind um einen Rechner versammelt und lösen die Aufgabenstellung gemeinsam.

Die Strasse Richtung Pashu

Die Strasse Richtung Pashu

Zu meiner Überraschung wurde die Strasse von der Mainroad weg vor kurzem frish planiert. Eine Mining Company sucht in der Gegend nach Kohle und hat die Strasse renoviert.

Das NOC der Tinde Secondary School

Das NOC der Tinde Secondary School

So sieht das "NOC" des einzigen funktionalen Computernetzwerks dass ich bei meinem Besuch vorfand aus.

Besuch in den IT Centers

Nachdem aus einem Tag arbeiten im PAP zwei wurden war der Plan 5 bis 6 IT Centers zu besuchen viel zu ambitioniert. Für die Schulen in denen schon die Media Clubs eingerichtet sind haben wir auch jeweils einen Stoss Zeitungen mit die als Anschauungsmaterial und Beispiel für die Clubs dienen sollen.

Wie es weitergehen soll

Der Tag fing mit einer bösen Überraschung an. In der Nacht ist der Strom ausgefallen. Tusimpe hat zumindest einen grossen Wassertank und eine eigene Filteranlage. Für den Rest von Binga heisst kein Strom auch kein Wasser. Leider kann ich meine Kaffeekanne nicht auf das Kochfeuer stellen und ich muss mich mit Tee begnügen. Aber es wehte ein kleines Lüftchen und ich kam nicht völlig verschwitzt im Office an.

Der erste Arbeitstag in Binga

Nachdem kein Auto verfügbar war ging ich zu Fuss vom Tusimpe ins Basilwizi
Office. Selbst morgens um halb 8 eine schweisstreibende Tätigkeit. Normalerweise
ist jeden Montag Vormittag die Teamsitzung von Basilwizi, aber Mr. Munenge der
Koordinator für die Region Binga war noch in Bulawayo, Fresh und Elisabeth
waren auch noch nicht aus Harare retour. Josias und Bbaido hatten somit kein
Problem sich sofort um die Belange des Tonga Online Projekts zu kümmern.

Wie üblich war die erste Angelegenheit eine Vorstellrunde bei den wesentlichen

Gemüsegarten

Gemüsegarten

Hinter dem Haus von Fresh wurde ein kleiner Gemüsegarten angelegt. Fast alle Häuser herum haben einen und ich sah zum ersten Mal wie das leckere grüne Zeug dessen Namen ich vergass aussieht bevor es am Teller ist.

Zu Gast bei Fresh

Ich hatte keine Ahnung dass Bbaido seit 2 Monaten im Haus von Fresh wohnt.
Fresh ist ein Fahrer von Basilwizi den ich schon von meinen früheren Besuchen
kannte. Durch seinen Job konnte er es sich leisten ein Haus im "medium density"
Bereich von Binga für seine Familie zu bauen. Im Vergleich zu den Häusern
rundherum ein recht ordentliches Haus. Leider habe ich bis jetzt keine Zeit gefunden den kleinen Einblick in die Lebenswelt hier ordentlich zu formulieren. Aber ich werde diesen Artikel noch updaten.

Schatten..

Schatten..

Nicht nur ich, auch "the dog" genoss den Schatten der Mangobäume. Ich ahnte noch nicht dass dies der einzige Tag während meines Aufenthalts in Binga war an dem die Temperatur unter 40°C blieb.

Die Reise nach Binga

Nachdem absehbar wurde dass das Auto aus Binga niemals rechtzeitig in Bulawayo
ist um damit wieder retour nach Binga fahren zu können wurde beschlossen den
kleinen Nissan hoffungslos zu überladen und auf halben Weg die Autos zu
wechseln.

Nachdem wir die PA für die Function, die gekauften Bücher für die Bibliothek
und die gespendeten Laptop Computer mitnehmen mussten ist der Platz im Auto
recht beengt. Auf keienn Fall können 4 Personen mitfahren. Also bleibt Enos
in Bulawayo und wir fahren zu dritt.
Nachdem im Hochland schon die ersten Regen gefallen sind ist es schon relativ

Markt in Bulawayo

Markt in Bulawayo

Der Markt in Bulawayo ist immer noch voller Gemüse. Zu meiner Freude ist die Tomaten Saison immer noch nicht vorbei und es gibt auch frische Äpfel.

Fresh's Place

Fresh's Place

Das Haus von Fresh's Familie im "medium density" Viertel von Binga.

Hochebene nach Bulawayo

Hochebene nach Bulawayo

Auf der Hochebene ist der Frühling schon eingekehrt und der Busch ist relativ grün.

Umladen auf halben Weg

Umladen auf halben Weg

Der Autotausch auf halben Weg tat der Federung des alten Nissan wirklich gut. Die eigentliche Ladung wurde hier erst freigelegt..

Zambezi Tal

Zambezi Tal

Im Zambezi Tal fiel wesentlich weniger Regen und der Bush entsprechend braun.

Besuch im Matopos Nationalpark

Ein freier Tag! Nachdem die Leute von Basilwizi mir unbedingt auch neue Dinge zeigen wollten wurde der Tag für einen Ausflug in den Matopos Nationalpark genutzt. Bongo war wieder mein Reisebegleiter und Fahrer. Er hat sich ebenfalls auf den Ausflug gefreut nach dem er noch nie in Matopos war.

Museum in Matopos

Museum in Matopos

Eidechsen

Eidechsen

Diese regenbogenfarbenen Eidechsen sind auf den Felsen von Matopos recht verbreitet. Zwischen den gelben, orangen, blauen Flechten aber gar keine schlechte Tarnung.

Aussicht über Matopos

Aussicht über Matopos

Diese wunderschöne Aussicht haben meine Freunde verpasst.

Kletterei in Matopos

Kletterei in Matopos

Der mit farbigen Pfeilen markierte Pfad war meinen Begleitern zu steil und sie haben schon früh aufgegeben.

Felsmalerei

Felsmalerei

Die weissen Kolonialherren waren von den Malerein aus der Steinzeit ebenfalls angetan. In den 20ern wurde versucht sie mit Leinenöl zu konservieren - was diese wie hier zu sehen zerstörte.

World View

World View

Dieser Ausblick hat dem Kolonialherrn Rhodes so gut gefallen dass er ihn World View nannte und sich auch auf diesen Felsen begraben lies.

Felsmalerei

Felsmalerei

Matopos wurde schon sehr früh besiedelt, die ältesten Felsmalerein der Bushmen/San Kultur wurden auf ca. 4000 vor unserer Zeit datiert.

Nationalpark Matopos

Nationalpark Matopos

Der Nationalpark Matopos ist unter anderem wegen der vielen Tiere ein beliebtes Ausflugsziel. Wir waren leider so spät am Tag unterwegs dass wir ausser diesen 2 Antilopen keine grossen Tiere sahen.

Workshop für Basilwizi..

Nach dem die kurze Einschulung beim letzten Besuch recht viele Fragen offen lies wurde diesmal viel Zeit für die Übergabe von www.basilwizi.org eingeplant. Selbstverständlich startete der Workshop um ein paar Stunden später als ursprünglich geplant, die TeilnehmerInnen waren aber recht eifrig bei der Sache und ich bin zuversichtlich dass die Homepage nun regelmässig mit neuen Inhalten befüllt wird. Der nächste Teil des Workshops wird sich mit Email befassen und ich hoffe dass die Generatoren halten und nicht auch dem Internet Provider der Strom ausgeht.

Naturhistorisches Museum Bulawayo

Nach dem die Email Einschulung für Basilwizi weniger Zeit in Anspruch nahm als ursprünglich gedacht blieb mir noch viel Zeit. Enos ermunterte mich das Naturhistorische Museum in Bulawayo zu besuchen und Bongo war so freundlich mich dahin zu begleiten.

Hall of Men

Hall of Men

Die Ndebele Krieger bekommen grosse Beachtung im Museum. Hauptsächlich weil sie so lange militärischen Widerstand gegen die Kolonialtruppen leisteten.

Of course you can bring condoms to zimbabwe.. but not this many!

Nach einer langen Nacht im Flugzeug bin ich endlich wieder in Zimbabwe gelandet. Der Flug von Jo-burg nach Bulawayo ist mit einer halben Stunde Verspätung gestartet doch das war nicht der einzige Grund warum Bongo etwas länger auf mich warten musste. Bei der routinemässigen Gepäckkontrolle musste ich einiges erklären.

Die 3. Reise nach Zimbabwe

Tagged:  

Heute am 17.10. breche ich wieder nach Zimbabwe auf. Der Schwerpunkt liegt wieder auf Computer Schulungen für unsere PartnerInnen von Basilwizi. Vor allem der neue Mitarbeiter in Binga sollte davon profitieren um die Lücke die unser Freund Richard hinterließ zu schließen. Das Programm ist diesmal recht locker gestaltet um möglichst flexibel auf die Bedürfnisse eingehen zu können. Die längst überfällige Übergabe des Public Access Point in Binga an den Rural District Council und die Übergabe der Bücher werden diesen Teil der Reise abschließen.

Syndicate content