Workshop Manjolo Tag 2 ...

..oder "erstens kommt es anders und zweitens als man denkt" Teil 2

Hehe fast wie erwartet sind wir wieder mal ein bischen zu spät aus Binga weg. Soweit so gut. Der Workshop war ein bischen schlechter besucht als der Gestrige, was daran lag, dass eine grosse Function mit Regierungsbeteiligung in Manjolo stattfand und einige der Teilnehmer_innen mehr oder weniger freiwillig daran teilnahmen.

Wie schon am Vortag war die Verpflegung mit Essen nicht besonders gut organisiert und zur geplanten Mittagspause um 13:00 blieben alle Mägen leer. Für Pam und mich wär das ein geringeres Problem. Aber hier gibts einige Workshopteilnehmer_innen die von weiter her angereist sind und in der Schule nächtigen und damit auch nur erschwerten Zugang zu Nahrung haben. Schließlich gabs doch um 15:00 was zu essen (natürlich was andres als geplant :-).

Der Workshop sollte pünktlich um 16:00 zu ende sein, da uns zu dieser Zeit ein Fahrer vom Basilwizi Trust (unsrer Partnerorganisation hier) abholen sollte. Pam und ich beeilten uns damit, mit dem Stoff durchzukommen und dabei auch noch möglichst verständlich unser Wissen an den Menschen zu bringen. Da die Workshopteilnehmer_innen durchwegs Computerfit waren war für diese das gesteigerte Arbeitstempo kein Problem. Ein weiterer Faktor der unsere Eile steigerte war der Umstand dass uns der Schuldirektor über den Umweg des örtlichen IT Lehrers mitteilen ließ, dass das vorher von uns installierte Ubuntu wieder weg muss, da die Computer eine Spende sind und damit nicht frei über diese verfügt werden kann.

Um 16:15 waren wir mit zurückbauen und zusammenräumen fertig und bereit für die Rückfahrt, doch weit und breit kein Auto in Sicht. Eine Mischung aus unglücklichen Umständen (kaum Diesel im District) und organisatorischen Defiziten führte dazu dass wir vorerst mal in Manjolo festsaßen. Schließlich war es doch noch möglich jemanden von den Basiliwizis zu erreichen und wir wurden um 19:00 abgeholt. Um 19:00 ist es hier schon stockfinster d.h. das Warten gab uns Gelegenheit mal den Blick auf den wunderschönen Sternenhimmel zu geniessen, was dank fehlender Lichtverschmutzung ein imposanter Anblick ist.