Wie es weitergehen soll

Der Tag fing mit einer bösen Überraschung an. In der Nacht ist der Strom ausgefallen. Tusimpe hat zumindest einen grossen Wassertank und eine eigene Filteranlage. Für den Rest von Binga heisst kein Strom auch kein Wasser. Leider kann ich meine Kaffeekanne nicht auf das Kochfeuer stellen und ich muss mich mit Tee begnügen. Aber es wehte ein kleines Lüftchen und ich kam nicht völlig verschwitzt im Office an.

Hier lernte ich Taka von projectaid kennen. Danissa, die Projektmanagerin von Basilwizi Binga besuchte im Juli eine Schulung bei projectaid und Taka macht einen Follow Up Besuch. Sie ist für Communication and Publication zusändig. Dass ihr Laptop Akku lehr war machte sie entsprechend unrund. So glücklich sie aussah als sie unsere Bemühungen den Generator zum laufen zu bringen so entsetzt war sie als wir ihr erklärten dass wir ihn in die Bibliothek bringen werden. Aber es fand sich doch noch ein Laptop mit Batterielaufzeit und sie konnte auf ihre Mailbox zugreifen.

Der Arbeitstag verging hauptsächlich mit Reflexion der Situation und Planung. B.Z. half schon Richard bei Schulungen und war im ICT und Studio an der Binga High vom Projektstart involviert. Er erwiess sich als sehr wertvolle Ergänzung bei der Planung zukünftiger Workshops und Prioritätensetzung.

Zukünftige Schulungen sollen vor allem die entstehenden Media und Computer Clubs als Zielgruppe haben. Nachdem die meisten LehrerInnen im District nur temporär unterrichten verschwindet zuviel Wissen zu schnell wieder von den Schulen. Wir wollen möglichst breite Schulungen in Grundlegenden Skills anbieten. Arbeiten mit dem Dateisystem, Textverarbeitung etc. Die Media Clubs werden auch einige Anwendungen wie Skribus benötigen. Gleichzeitig soll eine Schulung in System Wartung und Problem Diagnose angeboten werden. Letzteres soll für eine kleinere Gruppe angeboten werden um den Abgang von Richard (und damit eines ständig verfügbaren Technikers) abzumildern.

Strategisches Ziel wäre dass jedes Center einen Club mit dem Know How zur Wartung der Installationen besitzt. Davon sind wir aber recht weit entfernt. Netzwerktechnik ist in der Prioritätenliste weiter nach unten gerutscht. So wie die meisten Center zur Zeit aussehen fehlen noch einige Schritte zuvor um das sinnvoll meistern zu können.

Der nächste Besuch in Binga sollte einen Wanderworkshop für Basis Skills für zumindest 5 Center beinhalten. Inhaltlich sollte er Desktop- und Webpublishing incl. Bildverarbeitung abdecken da dies von den Leuten vor Ort nicht geleistet werden kann. Zusätzlich ein zentraler Workshop in Binga der sich um System betreuung etc. annimmt. Das Vorhaben ist allerdings recht ambitioniert.

Bbaido und B.Z. hatten noch einen ganzen Haufen Fragen zu der Installation im PAP und dem Netzwerk so dass wir mit den restlichen Vorbereitungen für die Übergabe des PAP kaum fertig werden. Zwischendurch kommt Taka vorbei um sich den PAP anzusehen. Bbaido nutzte die Gelegenheit um sie mit Fragen zu Webpublishing zu löchern.

Am Abend traf ich mich mit Richard und wir redeten lange genug dass ich es gerade noch schaffte Essen aus der Küche zu bekommen und in mein Zimmer mitzunehmen bevor dort Feierabend gemacht wird. Das Zambesi River College nahm mittlerweile den Betrieb auf und Sarazina und Richard sind ziemlich stolz dass sie es endlich geschafft haben.