Keine Function, keine Übergabe des PAP

Anstelle einer Function werden wir den Public Access Point und seine Möglichkeiten präsentieren. Dazu haben wir auf jedem Computer einen unterschiedlichen Task vorbereitet den wir präsentieren wollen. Vom Hydrogen Drum Computer, Scribus für Flyer Layout etc. bemühen wir uns die Dinge zu zeigen die noch weniger bekannt sind.

Theaterstück im PAPTheaterstück im PAP
Der Schulchor der Binga Primary hat sich extra auf die Function vorbereitet und wird das natürlich trotzdem präsentieren. Sengamo übernimmt die Vorstellung und anschliessend werden nicht nur Lieder sondern auch "Poems" zum Thema Computer vorgetragen die von den Kindern selbst geschrieben wurden "Computer, Computer we send data through you!". Sogar ein kleines Theaterstück ist dabei. Wir verstehen zwar kein Tonga, aber die Darbietung war trotzdem sehr sehenswert. Als wir dann alle bitten sich die Computer anzusehen bricht ein ziemlicher Trubel aus. Neben Hydrogen sind die Spiele natürlich der Hit und einige der Mädchen sind ziemlich gut in den Memory Spielen aus Edubuntu. Erstaunlicherweise wird auch OpenOffice häufig aufgemacht und in den buntesten Farben Texte geschrieben. Ein Schüler hat uns extra ein Poem auf dem Computer hinterlassen. Theo und Pam werden von den Kindern bestürmt die ihnen alles Mögliche auf den Rechnern zeigen. Zu meiner grossen Freude springt auch Akim gerne ein und zeigt alles möglich her.
Erste Eindrücke von den ComputernErste Eindrücke von den Computern

Neben den Kindern sind aber nur wenig Leute anwesend aber ich habe Gelegenheit mit einem weiteren Besucher meines September Workshops zu plaudern: Josim. Er hat für Basilwizi gearbeitet und unter anderem an den Lehrbüchern für Tonga mitgeschrieben. Sein Vertrag ist bereits beendet und das Projekt eingestellt was ihn ziemlich frustriert. Ich versuche ihn davon zu überzeugen die Lehrbücher als E-Books in die Bibliothek zu stellen. Die Idee gefällt ihm grundsätzlich und er verspricht mit den MitauthorInnen und dem Verleger zu reden. Nachdem er seinen Job verloren hat ist er gerade dabei seine Doktorarbeit zu vollenden und nutzt dazu die Computer im PAP.

Wenn mensch in Zimbabwe andere einlädt ist es selbstverständlich diese zu bewirten. Dass es unsere Freunde vom Basilwizi Trust in dem Chaos nicht geschafft haben Essen vorzubereiten ist ein ziemlicher Fauxpax der Peter sehr erzürnt. Vor allem die Kinder haben damit gerechnet etwas zu bekommen und sind teilweise recht hungrig. Von den Computern sind sie aber trotzdem nicht wegzukriegen und nur die Aussicht dass der PAP ja am Dienstag wieder offen ist beruhigt sie als die Vorstellung um 12 dann beendet wird.

Der PAP wird zwar von einigen sehr fleissig benutzt und geschätzt ist aber in der Öffentlichkeit anscheinend kaum bekannt. Vor allem nach Siabuwa fällt das auf. Dort wird das Solarprojekt von der gesamten Community unterstützt und wer auch immer in Gehweite von der High School wohnte ist gekommen.

Nach der Function verschwindet der Grossteil der Reisegruppe nach Siachialaba. Die Buntibe Gruppe von dort hätte auch auf der Function spielen sollen und wird nun einfach dort auftreten. Pam und ich bleiben noch in Binga. Unsere Mittagspause verbringen wir vor der Bibliothek sitzend. Im Restaurant gab es nur Rindfleisch und der Spar hat auch schon geschlossen.

Wir haben einige Fotos von Österreich mitgenommen die wir am Nachmittag Theo und Richard zeigen. Auch nach Beweisfotos ist Richard immer noch skeptisch. Es kann nicht sein dass die Mittagssonne nicht jeden Schnee schmilzt. Theo und Pam haben noch einiges wegen des Workshop am Mittwoch zu besprechen und mit der Arbeitsplanung für die kommenden Tage vergeht der Nachmittag.

Wir kommen mit gemischten Gefühlen im Quartier an. Letztendlich überwiegt aber die Freude über den Enthusiasmus der SchülerInnen aus der Primary School.