Ein irrer Samstag in Binga mit letzten Verabschiedungen von den WorkshopteilnehmerInnen

Gestern Samstag fand der Kujatana Nkubotu 21km Peace Half Marathon in Binga statt. Die Veranstaltung war ein ziemliches Ereignis hier in Binga und es sind hunderte Leute aus ganz Zimpabwe eingefallen. Der District Sports Coordinator, den ich bei der Eröffnung in Siachilaba kennenlernte, hat auch gestrahlt wie ein Hohnigkuchenpferd. Die absolute Besonderheit war die Wertung für die RollstuhlfahrerInnen, hier überhaupt keine Selbstverständlichkeit. Die Organisation war allerdings nicht besonders gelungen. Sie sind über 2h später gestartet und die LäuferInnen sind dann schon in der richtigen Mittagshitze in Binga angekommen. Nachdem sie ebenfalls vergessen haben Wasser für die LäuferInnen zu organisieren war das Medical Team entsprechend beschäftigt. Auch einer der Leherer der am Workshop teilnahm hat sich spontan entschlossen mitzulaufen, nachdem er aber unvorbereitet war ist er einfach im Alltagsgewand mit langer Hose und seinen Lederschuhen gelaufen. Unglaublich dass er ankam. Ganz Binga schien hier versammelt um zuzusehen und auch Richard und seine Frau wollten sich das Ereigniss nicht entgehen lassen. Die meisten TeilnehmerInnen vom Workshop habe ich hier noch einmal gesehen und mich ein zweites Mal verabschieden können.Bei der Gelegenheit hab ich auch meine erste Buntibe Group gesehen. Sehr eindrucksvolle Musik und Performance. Vor allem der unverkennbare Sound der Tonga Horns macht das so besonders. Wie üblich haben sie sich am Rand versammelt und eingestimmt um dann von aussen ins Gewühl vorzudringen. Die VeranstalterInnen des Marathons hatten dann doch ihre liebe Not sie davon abzuhalten den Zieleinlauf für ihre Perfomance zu nutzen.. :)Nach der Veranstaltung haben wir den Computer für das Sinazongwe Community Radio gut verpackt und die Leute zum Bot gebracht dass sie über den Kariba nach Zambia bringt. Da sie Tonga sind eine offiziell genehmigte Reise, das Setting mutete allerdings überhaupt nicht etwas erlaubten an. Zuerst hab ich nicht verstanden warum Richard dafür noch den Landcruiser von Basilwizi organisiert hat und wir nicht einfach mit seinem Pickup gefahren sind, das ist aber schnell klar geworden als ich die "Strasse" gesehen habe die sich von Binga den Hügel zum See runter schlängelt. Ohne erhöhte Bodenfreiheit und Allrad Antrieb ist die nicht befahrbar. Ein Umstand den hier kein Schild ankündigt, im Unterschied zur starken Rechtskurve am Anfang.. Bei einem schmalen Pfad durch Busch der die letzten 50m zum Ufer überwindet sind wir stehengeblieben und haben das Gepäck und den Computer ausgeladen und hinunter zu der kleinen Bucht getragen in der 2 Boote waren. Die entsprechen etwa einer Motorzille bei uns. Das ganze wurde darin verladen und unsere Freunde haben sich auf die 10km weite Fahrt über den See gemacht.