Of course you can bring condoms to zimbabwe.. but not this many!

Nach einer langen Nacht im Flugzeug bin ich endlich wieder in Zimbabwe gelandet. Der Flug von Jo-burg nach Bulawayo ist mit einer halben Stunde Verspätung gestartet doch das war nicht der einzige Grund warum Bongo etwas länger auf mich warten musste. Bei der routinemässigen Gepäckkontrolle musste ich einiges erklären.

Von der Harmlosigkeit meines Tabak Vorrats konnte ich sie noch relativ leicht überzeugen. Nachdem ich vorzeigte wie die einzelnen Bestandteile (Papier, Filter und Tabak) ganz harmlose Zigaretten ergeben durfte ich das wieder einpacken. Unter dem Hinweis dass es in Zimbabwe auch fertige Zigaretten gibt. Etwas mehr Debatte war notwendig um die Spende von 300 Kondomen durch den Zoll zu bekommen. Nachdem sich das etwas gezogen hat waren am Ende praktisch alle diensthabenden BeamtInnen der Zimbabwe Revenue Authority um mich versammelt, jedoch anscheinend niemand mit der notwendigen Kompetenz so etwas einfach durchzulassen. Der telefonisch hinzugezogene Vorgesetzte war aber offenbar von der Aussicht die Papierarbeit zu erledigen wenig angetan und schliesslich konnte ich sie mitnehmen. Die Episode hatte jedoch auch etwas Gutes: Gemeinsam mit einer Zollbeamtin überzeugte ich einen ihrer jüngeren Kollegen von der Nützlickeit der Kondome. Nachdem es in Zim ganz und gar nicht selbstverständlich ist in der Öffentlichkeit das Thema Kondome anzusprechen eine bemerkenswerte Episode.

Vom Flughafen ging es erstmal in das Hotel dass Basilwizi für mich organisiert hat: Das Selborne Hotel direkt gegenüber der City Hall ist ein alter Kolonialbau der zwar schon bessere Zeiten sah aber eine recht anständige Unterkunft abgibt die ohne den Spezialpreis der von unseren FreundInnen verhandelt wurde nicht leistbar wäre. Die zentrale Unterkunft hat den Vorteil dass ich zum Frühstück ins Haeflis (echter Kaffee) und zum Blog schreiben ins Cafe der National Gallery (italienische Espresso Kanne und Internet) gehen kann.

Nachdem ich eingecheckt habe gab es ein grosses Wiedersehen im Basilwizi Office. Die eigentliche Arbeit beginnt morgen Vormittag mit einem Workshop für die Basilwizi Leute hier in Bulawayo.