Binga... - Tag 3

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Du kannst mitten in Binga stehn und kein einziges Haus sehen, das wusste ich schon. Die Orientierung zwischen all den Baeumen und Bueschen nicht zu verlieren stellt allerdings eine Herausforderung fuer mich dar. Mal schnell zu Fuss durch die Stadt gehn ist nicht wirklich drin, alles ist sehr weitlaeufig und grosszuegig angelget. Woran es hier nicht fehlt ist Platz.
Also gehts diesen Morgen wieder mit dem Auto und unsrem Fahrer Bongo vom Basilwizi Trust zu einer Vorstellrunde bei den oertlichen Behoerden. Ich wusste ja schon von Rupi, dass das leider unerlaesslich ist um hier Arbeiten zu koennen - was auch mehr oder weniger direkt spaeter im Presidents Office Binga in einem Gespraech verdeutlicht wird - "We know that you are her now and you can feel free to move around without getting any problems".
Allerdings muss ich jetzt wieder zum Anfang unserer Tour kommen, die wir im Basilwizi Office starten. Ich werde dort gleich ueberschwenglich von Theo (einer Mitarbeiterin) begruesst. Wir kannten uns bisher nur von Erzaehlungen von Rupi und hatten keinen Kontakt zueinander. Wir werden hier gemeinsam den "Femals only" Computerworkshop machen. Danach gings zum Rural District Council, zum District Administrator, zum Ministery of Education Binga Office. Wo grade eine ganze Reihe an Lehrer_innen Schlange standen um sich fuer freie Jobs zu bewerben - die meisten von ihnen ohne Ausbildung. Die Bezahlung fuer nicht ausgebildete Lehrer_innen liegt bei ca. 150 US $ und die Schulen befinden sich irgendwo im Nirgendwo. Zum Schluss dann ein Erlebnis der besonderen Art - das zuvor schon erwaehnte Presidents Office (sowas wie die politische Polizei in Zimbabwe). Ein riesiges Gebaeude halbfertig gestellt mit einem einzigen Buero drin - ein Schreibtisch, einige Sessel, von der Decke haengende Kabel...
Ein weiteres unerwartetes Erlebnis war fuer mich die Tatsache, dass Ende April ein Elefant in Manjolo (einem Dorf in der Naehe von Binga) von offizieller Seite zum Abschuss freigegeben wurde (er war ein Einzelgaenger und wurde aggressiv). Uns werden prompt die Stosszaehne in die Hand gedrueckt - unglaublich schwer die Dinger! Trotzdem blutet mir mein Herz dabei.
Der Nachmittag ist fuer "Sightseeing" reserviert. Endlich bekommen wir einen Blick auf den Kariba See. Sehr beeindruckende Dimesionen eines Stausees. Allerdings bin ich weniger erfreut ueber die diversen Tiere die hier anzutreffen sind. Ein Bad im See ist angesichts der Krokodile und Hippos eher weniger ratsam. Ich halte mich dann auch an der Anlgestelle der Hausboote eher abseits des Ufers - sicher ist sicher. Wir bekommen dann doch noch ein Hippo zu sehn und zu hoeren. Es liegt gemuetlich im Wasser - nur der Kopf schaut ueber die Oberflaeche hinaus. Crocs sehe ich keine, obwohl ich mir sicher bin dass da einige im Schilf liegen. Direkten Kontakt vermeide ich dann doch gerne nachdem ich die riesen Krokodile in der Croc Farm gesehen habe. Allerdings mit doppeltem Zaun zwischen uns!